Ein netter kleiner Besuch

Wenn in unserem Garten ein Vogel heftig schimpft, werde ich immer etwas nervös, denn ich muss automatisch an die Geschichte von Zausel und Marie denken …

Aber ich will von Anfang an erzählen: Wir saßen gestern Nachmittag gemütlich auf unserer Terrasse, das hatten wir uns verdient. Wir hatten zuvor nämlich ein wenig Ordnung in unserem Garten gemacht, Verblühtes abgeschnitten, Wege und Treppen von Efeu befreit und so weiter und so fort.

Eichhorn-porträtWir saßen also auf der Terrasse und schlürften einen leckeren Latte Macchiato. Aus heiterem Himmel – tatsächlich war selbiger wolkenfrei – drang plötzlich das heftige Schimpfen eines Vogels an unsere Ohren. Also schauten wir nach oben und nach einigem Suchen in dem Gewirr aus Ästen und Blättern unserer Weide sahen wir den Grund für die ganze Aufregung: ein Eichhörnchen. Putzig anzuschauen so ein kleiner Racker und gar nicht scheu. Die etwas nervigen Spatzen wurden von der kleinen Fell-Pausbacke bald vertrieben und so blieb mir Zeit und Gelegenheit für ein paar Aufnahmen.

Spät am Abend – wir saßen bei geöffneten Türen im Wohnzimmer – besuchte uns noch ein Igel auf der Terrasse, schnüffelte kurz an unseren Fliegengittern und trollte sich dann. Justin lag ganz nah, blickte nur kurz auf und nahm den Igel – scheinbar ein langjähriger Freund – mit einem kurzen Grunzer zur Kenntnis.

Ich ging vorsichtig nach draußen, um den stacheligen Besucher noch mal zu sehen, aber außer den zirpenden Grillen und ein paar Fledermäusen, die unser Haus umkreisten, war nichts mehr zu sehen. Ich find’ das richtig toll, dass unser Versuch, um die Schönheit unserer Rosen einen möglichst naturnahen Garten zu schaffen, keine Utopie war.

Salli

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