Jetzt wird es aber Zeit …

… die Rosen noch schnell winterfest zu machen. Bisher hatten wir ein wenig Schnee, kaum Frost aber viel Regen und Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Nun kommt aber die Zeit des Hochwinters und wir erinnern uns, letztes Jahr wurde es da nochmal so richtig kalt. Viele Blumen und Sträucher kamen damit gar nicht gut klar.

Also, wie macht man eine Rose winterfest? Ganz einfach, man spendiert ihr einen Erdhügel, man häufelt sie an, wie der Fachmann sagen würde.
rose-winterfest[1]
Nun wird sich der Eine oder Andere fragen, was so ein kleiner Erdhaufen gegen zwei Wochen mit richtig hartem Frost bringen soll. Das sei hier kurz erklärt:

  • Natürlich ist die Erde ein Schutz gegen Frost, aber auch ein solcher Erdhügel kann durchfrieren.
  • Für die Rose ist der Frost aber gar nicht so schlimm, viel schlimmer ist die Gefahr der Austrocknung, besonders im Bereich der Veredlungsstelle.
  • Immer wenn der Frost aus dem Boden ist, sollte man die Anhäufelung leicht gießen, am besten mit Brause auf der Kanne, sonst gibt es Löcher.
  • Je feuchter die Erde, umso mehr Energie kann der Boden speichern und der Frost erreicht, z.B. in einer Nacht, eine geringere Eindringtiefe.

Ein paar Worte möchte ich hier noch zu der verwendeten Erde verlieren: Ich nutze gerne eine Mischung aus Mutterboden und Blumenerde aus den leeren Töpfen von Sommerpflanzen. Neubaugebiete gibt es fast überall und wenn man nett fragt kann man bestimmt zwei oder drei Eimer Mutterboden mitnehmen, meist ist sowieso zu viel da. Sind die Sommerpflanzen aus den Töpfen raus, die Erde kurz, grob durchsieben um den Großteil der Wurzeln zu entfernen. Beide Erden etwa im Verhältnis 1:1 mischen. Mutterboden alleine wäre zu schwer, nur Blumenerde würde zwar schnell Wasser aufnehmen, aber genauso schnell wieder austrocknen. Die alte Blumenerde enthält übrigens oft noch einige Nährstoffe für den Start in den Frühling.

Aber wichtig ist jetzt das Anhäufeln, selbst wenn es nicht die perfekte Erdmischung ist. Und nochmals: Rosen jetzt keinesfalls schneiden. Wenn Sie ihrer Rose noch etwas gutes tun wollen, dann entfernen sie vor dem Anhäufeln sämtliche Blätter um die Rose herum, es könnten nämlich von Pilzen befallene Blätter dabei sein, deren Sporen sonst wieder im Erdreich verbleiben.

Wer Hunde oder Katzen sein eigen nennt, dem sei so eine kleine Pflanzenumzäunung angeraten, lockere Erde verleitet nun mal zum Buddeln. Ich habe immer einen Vorrat von 20-30 Metern auf Lager, man weiß nie was Kooiker als nächstes ausgraben möchten.

Mathias

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Rosentipps. Nun hoffe ich auf ähnliche Ergebnisse, wie sie in Ihrer Galerie “Granny’s Rose” zu bestaunen sind. Hoffentlich gibt es im Frühjahr auch wieder Tipps.
    Liebe Grüße und Geknuddel für die Fellnasen
    Carmen

  2. Habe heute meine Rosen angehäuft,die Kletterrose habe ich total vergessen.Gießen,in der frostfreien Zeit,ist mir nicht bekannt gewesen!Schöne Grüsse Lo Mo

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