• Worüber man auch berichten muss …

    oder: Wenn Tiere leiden müssen, damit Menschen sich besser fühlen.

    Es ist eine wenig bekannte psychische Störung beim Menschen, die Kinder und Haustiere zu Opfern werden lässt. Das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom (engl. Muenchhausen by Proxy Syndrom) zählt zu den artifiziellen psychischen Störungen. Die Bezeichnung prägte 1951 der Londoner Psychiater Sir Richard Asher (1912–1969) nach dem Baron Münchhausen, dem „Lügenbaron“. Bezeichnet wird dadurch ein Verhalten, bei dem Aufmerksamkeit wie z.B. Mitleid und Anteilnahme dadurch erzeugt wird, dass man nicht selbst vorgibt krank zu sein, sondern dieses bei einem Stellvertreter tut, z.B. dem eigenen Kind oder einem Haustier. In den meisten Fällen werden nach den ersten Arztbesuchen auch Versuche unternommen, das Kind oder Haustier im Sinne der zuvor vorgebrachten Symptome zu schädigen, sei es durch Vergiftung oder Ähnliches.

    Vor allem im englischsprachigen Raum wird diese Störung inzwischen sehr genau untersucht und Tierärzte decken immer häufiger Fälle auf, in denen Haustiere von ihren Besitzern gesundheitlich geschädigt werden. Das perfide an dieser psychischen Störung ist, dass die Täter gerade durch ihre liebevolle Fürsorge, ihre hohen Ausgaben für Tierarztkosten und die angebliche persönliche Betroffenheit einen psychischen Gewinn aus ihren Taten ziehen. Sie bekommen die gewünschte Aufmerksamkeit in Form von Mitleid und Ähnlichem. Schon im Jahre 2002 gaben 1000 dazu befragte Tierärzte an, dass „(…) bei etwa 2% dieser Vorfälle der begründete Verdacht einer bewußten Schädigung (Verletzung, Vergiftung) durch den Tierbesitzer bestand.“ (Quelle: aho, Animal health online)
    Die Dunkelziffer dürfte höher sein, die Mortalitätsrate nahe 100% und oft wird nach dem Tod eines Hundes ein weiterer angeschafft und das Ganze geht wieder von vorne los. Natürlich wird dann im Tierheim oder beim Züchter die herzergreifende Geschichte erzählt, wie viel man doch gegeben hat, um dem verstorbenen Tier zu helfen, und wie schwer es war, „das geliebte Tier in den Tod zu pflegen“. Den meisten Züchtern dürfte bei derlei Geschichten das Herz aufgehen und man gibt den Welpen mit gutem Gewissen ab.

    Ob die Opfer nun Kinder oder Haustiere sind, die Täter sind zu weit über 95% Frauen. Meist sind sie unter 30 und verfügen über medizinisches Grundwissen oder üben sogar einen nicht-akademischen, medizinischen Beruf aus, wie z.B. Krankenschwester oder (Tier-)Arzthelferin.

    Ein kanadischer Tierarzt beschreibt überdeutlich wie angenehm ihm die Besitzerin seines Patienten gewesen sei. Endlich ein Mensch mit dem man eine gemeinsame Sprache spricht, scheinbar um das Tierwohl besorgt, kein Weg zu weit, keine Untersuchung oder Behandlung zu teuer. Erst sehr spät erkannte der Tierarzt die wahren Hintergründe. Die Leiden des Tiers wurden von der Besitzerin hervorgerufen und gerade die Aufmerksamkeit, die der Frau durch die „angenehmen“ Gespräche zuteil wurden, waren der Grund, warum das Tier leiden musste.

    In einem Artikel des „Daily Record“  wird beschrieben, wie eine Tierarzthelferin ihren Cockerspaniel wiederholt mit Insulin vergiftet hat. Der Hund hätte aufgrund dessen unter heftigen Krampfanfällen sterben oder ins Koma fallen können. Es dauerte eine Weile bis die Sache aufflog, denn als Blutproben zum Labor eingeschickt werden sollten, verweigerte die Besitzerin dieses. Erst als die Tierärzte, bei denen die junge Frau als Tierarzthelferin arbeitete, immer stärker darauf drängten, bot sie sich an, als Botin zu fungieren. Natürlich kamen die Blutproben nie an, wie die Tierärztin, die den Hund behandelte angab:

    Mrs Herd said: “Initially she didn’t want any bloods taken to the vet school, then agreed it was really the only way forward if we were going to find out what was going on. She volunteered to take the blood to the vet school. Later I found out the blood had never arrived at the vet school.”

    Die Ärzte in der Tierklinik wurden irgendwann misstrauisch und an einem Abend, an dem die junge Frau eigentlich frei hatte, bestätigte sich der Verdacht. Mrs. Herd sagte dazu vor Gericht aus, dass das Muster des Auftretens von Symptomen und die niedrige Glukose-Konzentration im Blut des Hundes (Florence) sie misstrauisch gemacht hatte. Sie beschrieb die junge Frau als „ziemlich aufmerksamkeitssuchend“ und sagte ihrem Partner gegenüber voraus, dass der Hund an diesem Abend mit Symptomen eingeliefert werden würde. Es kam der Verdacht auf, dass auch bei den vorangegangenen „Erkrankungen“ dem Hund Insulin verabreicht worden war.

    On one occasion her employer at the private clinic gave Bretman an evening off – then correctly predicted that, within a few hours, the dog would suddenly become ill and be brought back to the surgery requiring emergency treatment.

    (…) She told the court: “Because of the pattern of collapse and low blood glucose on each occasion and the fact that the dog was normal between episodes, I was suspicious insulin had been administered to the dog.”

    The court heard that on an evening Bretman was given off work in June 2013, Flo collapsed and they had to come in for treatment.

    She described Bretman as “quite attention seeking” and added: “I had said to my partner she will find an excuse to come in to the clinic because she’s not happy about having the night off and I said ‘I bet Flo collapses tonight’, and it did happen.”

    Und so kam die junge Frau mit ihrem Cockerspaniel in die Praxis, der Hund wurde genau untersucht und der Fall an die SSPCA (Scottish Society for the Prevention of Cruelty to Animals) gemeldet. Letztendlich wurde Georgina Bretman vor Gericht (Glasgow Sheriff Court) gestellt und vernommen. Bretman leugnete die Anklage und sagte, dass sie nicht verantwortlich sei und nur herausfinden wollte, was mit Flo nicht stimmt.

    Es wurde ihr vorgeworfen: „Man könnte annehmen, dass du den Hund nicht magst, deshalb hast du ihr wehgetan.“ Bretman entgegnete: „Überhaupt nicht, ich habe eine Menge investiert. Sie war meine Gefährtin.“

    Und es sind genau diese Aussagen, die im Falle eines Münchhausen-Stellvertreter-Syndroms immer wieder getätigt werden: „Seht her, was ICH alles getan habe, wieviel Geld ICH investiert habe, wie sehr ICH gelitten habe …“. Aber man sollte sich hüten, das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom als Krankheit zu verharmlosen. Es handelt sich um eine schwere psychische Störung, die Täter sind Psychopathen bzw. Soziopathen. Sie nutzen das Leid von Abhängigen, wie Haustieren oder Kindern, um das eigene ICH von der Gemeinschaft bestätigen zu lassen. Reue zeigen die Täter normalerweise nicht.

    Der Fall Bretman endete damit, dass der Cocker-Spaniel Florence in ein anderes Zuhause vermittelt wurde. Georgina Bretman wurde von ihrem Arbeitgeber entlassen und das Gericht verurteilte sie „als direkte Alternative zu einer Gefängnisstrafe“ zu 140 Stunden unbezahlter, sozialer Arbeit. Georgina Bretman wurde die Haltung von Tieren für zwei Jahre verboten.

    Aber kann das Alles sein? Was ist, wenn solche Personen später doch wieder ein Tier anschaffen. Oder schlimmer: Was ist, wenn solche Personen ein Kind bekommen? An dieser Stelle hilft nur Aufklärung. Und diese sollte sich an die Verwandten und nahen Bekannten der möglichen Täter richten. Nur diese können einschätzen, ob eventuell die Gefahr besteht, dass ein Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom vorliegt.

  • Nachlese

    Eine Nachlese braucht man immer dann, wenn man nachlässig war, was die Veröffentlichung von Neuigkeiten angeht. Da also feststeht, dass ich nachlässig war, werde ich mal ganz lässig Nachlese nachlässig behandelter Neuigkeiten betreiben und zwar in umgekehrter Reihenfolge, also von jetzt rückwärts in die Vergangenheit:

    • Am 6. Juli sind unsere B’s 4 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch an Baluran, Barbra, Blossom und Brinkley.
    • Am 6. Juli jährte sich zudem zum 22. Mal die kirchliche Trauung zwischen Bettina Sallinger und ihrem wundervollen Ehemann. Kein Wunder, dass sie es so lange mit mir ausgehalten hat, bin ich doch ein Prachtkerl. Mein einziger Fehler ist, dass ich etwas zu bescheiden bin.
    • Am 3. Juli waren unsere E’s schon 4 Monate alt.
    • Am 19. Juni wurde unserer süßen, kleinen Mimi ein ca. drei Zentimeter großer Blasenstein operativ entfernt. Und auch wenn die Zeit danach etwas nervig war (Kragen), geht es ihr inzwischen wieder fantastisch.
    • Am 16. Juni hatten wir unseren Granny’s Rose Sommerspaziergang, ich berichtete bereits davon.
    • Mitte Mai bis Mitte Juni hatten wir außerdem zahlreiche Zahnarzttermine (Autsch) und einige kleinere Baustellen im Haus. Außerdem waren noch diverse Besuche bei Jana nebst Familie und Blossis Welpen zu absolvieren. Letzteres war natürlich eine Riesenfreude, denn Blossom ist ja eine von uns, ich habe ihre Welpen mit zur Welt gebracht und außerdem ist es bei Jana und Arash sowieso immer wieder schön. Inzwischen hat auch Jana ihre Welpen abgegeben, womit wir beim letzten Thema wären.
    • Am 5. und 6. Mai haben auch wir unsere E’s abgegeben. Und wieder einmal war es schwer und brach uns fast das Herz. Leider mussten wir noch kurzfristig eine neue Familie für unseren Edwin suchen, das kostete etwas Nerven, aber alles ging gut aus. Der kleine Mann hat inzwischen seinen eigenen privaten Wald und es geht ihm super. Manchmal weiß das Universum dann doch, was es tut.
    • Trotzdem hat es weh getan, immer noch, wieder einmal …

    … und ich bin nach wie vor der Meinung, dass es nur so richtig sein kann. Ich habe sie alle heiß und innig geliebt und bei allen war es schwer, aber bei Earnest war es noch ein wenig schwerer, so sehr erinnerte er mich an unseren Aidan, der leider schon nicht mehr lebt.

    Und so endet diese kleine Nachlese in leicht nachdenklicher Stimmung. Ich wünsche Euch allen eine schöne neue Woche, wundervolle Urlaube und uns Norddeutschen ein wenig Regen, damit die Waldbrandgefahr geringer wird und unsere Bauern nicht noch mehr verlieren.

    In diesem Sinne,

    Salli

  • Nicht nur spektakuläre Sonnenaufgänge …

    … hat unser kleines, hübsches Ferienhaus im Harz zu bieten. Auch die Tage sind traumhaft schön und die Abende auf der Terrasse angenehm temperiert. Und als wenn das noch nicht genug wundervolle Eigenschaften wären, ist zu allem Überfluss die Luft hier oben einfach herrlich.

    Damit das so bleibt, haben wir schon im letzten Jahr eine neue und sehr effiziente Gasheizung einbauen lassen. Am vergangenen Montag wurde nun auch endlich der alte Öltank entfernt. Neben weiteren Arbeiten am und im Haus, sollte heute eigentlich der entfernte Öltank noch vom TÜV überprüft werden, doch leider erkrankte der Mitarbeiter. Wer sich nun fragt, wie man etwas „Entferntes“ überprüfen kann: „Ich weiß es nicht!“ lautet meine intelligente Antwort.

    Aber das wird natürlich nach der Ferienzeit (wir sind bis in den August hinein ausgebucht) nachgeholt und ich werde über die „Überprüfung des „nicht mehr vorhandenen“ berichten.

    Ich bin eigentlich recht stolz auf den geringen Energieverbrauch unseres Ferienhauses. Eine gute Dämmung, eine effiziente Brennwertheizung und computergesteuerte Thermostatventile, die die Temperatur minutengenau auf den Bedarf einstellen helfen dabei genauso, wie die konsequente Umstellung auf LED-Technologie, sofern möglich.

    Ein kleines Geschenk bekamen wir dann noch von der Stadt Clausthal-Zellerfeld: Im gesamten Ort Schulenberg wurde die Straßenbeleuchtung auf kleine, unauffällige LED-Lampen umgestellt. Was für ein angenehmes und blendfreies Licht.

    Und so werde ich heute noch hier ein wenig schrauben, da ein wenig korrigieren und morgen nach Braunschweig zurückkehren, damit hier ab Samstag Erholungssuchende eine schöne Urlaubszeit verbringen können.

    Wer jetzt Lust auf Harz und unser Ferienhaus bekommen hat, der kann hier schauen, ob und wann unser Ferienhaus noch zu vermieten ist.

    Liebe Grüße

    Salli

    PS: Hunde sind hier natürlich herzlich willkommen

  • Chuck of Granny’s Rose, Deckrüde im DCK

    Nun ist auch der dritte im Bunde (aus dem C-Wurf) ein Deckrüde im DCK. Die Zuchtzulassung erfolgte am 6. März diesen Jahres und auch wenn Mimis Bauch damals schon leer war, so waren unsere Köpfe doch mit vielem Anderen voll und deshalb reichen wir dieses schöne Ereignis voller Stolz nach.

    Und auch für Chuck haben wir eine Seite in unserem Internetauftritt erstellt. Mit Chuck komplettiert sich unser Portfolio an Deckrüden – vorerst. Und auch wenn Chuck schon der dritte Rüde aus unserem C-Wurf ist, der zur Zucht zugelassen worden ist, es sind Wurfgeschwister, keine eineiigen Zwillinge und somit ist jeder genetisch einzigartig, auch wenn die Gene von den gleichen Eltern stammen.

    Liebe Steffi, lieber Bernd: Ihr habt aus unserem Chuck, den Ihr Jussi nennt, einen traumhaften Rüden gemacht, wunderschön und mit einem tollen Wesen. Dafür danken wir Euch von ganzem Herzen.

    Und bis es wieder etwas Neues gibt, verbleiben die Sallis mit vielen Grüßen

    Salli

  • Der Granny’s Rose Sommerspaziergang – Nachtrag

    Als kleiner Nachtrag zum Granny’s Rose Sommerspaziergang hier noch eine kleine Galerie mit Impressionen von Marion Seebold. Herzlichen Dank für diese tollen Fotos und Sorry, dass ich erst heute zum Download gekommen bin.

    Also, Fotos:

  • Der Granny’s Rose Sommerspaziergang

    Am Samstag, den 16. Juni trafen wir uns im wunderschönen Schulenberg zum großen Granny’s Rose Sommerspaziergang. Das Wetter passte prima, es war weder zu heiß, noch regnete es und immer wieder kam die Sonne durch.

    Danach trafen wir uns zu Kaffee und Kuchen im Gasthaus am Okersee. Dort ist es wirklich wunderschön und die Terrasse, von der man einen tollen Ausblick auf den See und die umgebenden Berge hat, läd zum Verweilen ein. Der Kaffee war gut, der Kuchen überaus lecker und jeder Sonderwunsch wurde erfüllt.

    So stellen wir uns das vor und deshalb werden wir auch unser nächstes Welpentreffen dort veranstalten. Der nächste Granny’s Rose Kooikerspaziergang wird dann im Oktober nach unserem Welpentreffen stattfinden.

    Vielen Dank an alle Teilnehmer für den schönen und entspannten Nachmittag!

    Bis bald, Salli

  • Caulfield of Granny’s Rose, Deckrüde im DCK

    Es sei voller Stolz nachgereicht, dass auch Caulfield of Granny’s Rose zur Zucht zugelassen worden ist. Die Zuchtzulassung wurde schon am 2. März erteilt, aber da hatten wir gerade ein paar andere Sachen im Kopf und Mimi (noch) im Bauch. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil und kann in den vorhergehenden Posts genau nachlesen, was da in unseren Köpfen und (noch) in Mimis Bauch war.

    Natürlich haben wir auch für Caulfield eine Seite in unserem Internetauftritt erstellt. Hier kann jeder erfahren, was ihn so einzigartig macht und warum gefälligst jeder Züchter vom Nordkap bis zum Kap der guten Hoffnung diesen wundervollen Rüden in Betracht zu ziehen hat (ich hoffe ich trete hier nicht zu streng auf).

    Ein ganz besonderer Dank geht an Alex, Volker, Selina und Jannik Stahl, die aus einem kleinen süßen Welpen einen fantastischen Familienhund gemacht haben. Ihr dürft zu recht stolz auf den Burschen sein, er ist ein Prachtkerl.

    Weitere Neuigkeiten folgen in Kürze, bis dahin also

    Salli

  • Der Kooikerhondje-Sommerspaziergang von Granny’s Rose

    Wie immer haben wir viele Anrufe von Interessenten bekommen, die Kooikerhondje live erleben und sich ein Bild von der Rasse machen möchten – und das am Besten haut- (bzw. Fell-) nah. Nun sind unsere Welpen schon drei Wochen in ihren Familien und deshalb laden wir alle Interessierten und natürlich alle Kooiker samt ihren Menschen zum

    Granny’s Rose Kooikerspaziergang
    am Samstag den 16. Juni 2018 um 13.30 Uhr
    in Schulenberg im Oberharz ein

    Wir freuen uns auf viele Anmeldungen über unser Kontaktformular, aber bitte spätestens bis zum 8. Juni 2018. Bitte gebt dabei die Anzahl der teilnehmenden Erwachsenen, Kinder und Vierbeiner an. Nach dem Spaziergang von ca. eineinhalb bis zwei Stunden, werden wir im Restaurant „Gasthaus am Okersee“ zu Kaffee/Tee sowie Blech- und Obstkuchen einkehren.

    Der Preis pro Person beträgt 10,- € für Erwachsene und 5,- € für Kinder bis 12 Jahre. Den Treffpunkt teilen wir Euch nach Eurer Anmeldung per Mail mit.

    Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

  • Spuren …

    In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben Jana, ihre Familie und ich Blossom of Granny’s Rose dabei unterstützt, ihre Welpen zur Welt zu bringen. Nicht alles ging glatt und leider haben zwei Welpen es nicht geschafft. Aber alles dazu könnt Ihr auf Janas Seite lesen.

    Die beiden Sternenkinder von Blossom liegen nun bei uns, bei unseren Rosen, bei Ihren Verwandten. Und ihre Halbbrüder spielen ganz in ihrer Nähe. Für mich sind alle die, die es nicht geschafft haben, noch irgendwie bei uns und passen auf uns auf. Trotzdem bricht mir jedesmal fast das Herz, wenn ich wieder ein kleines Grab aushebe. Aber das gehört dazu. Leben und Sterben sind die beiden Seiten einer Medaille. Und so weh es auch tut, man muss sich nach getaner Arbeit wieder dem Leben zuwenden, der wilden Horde in unserem Auslauf oder den kleinen, kugelrunden Milchbäuchlein bei Jana.

    Fast beschämt habe ich Dank, Lob und Zuspruch entgegengenommen, für das, was ich getan hatte. Aber das war doch selbstverständlich, es war doch meine Blossi, für die ich da war und meine Freunde, die ich unterstützt habe.

    Und kaum hatte ich das gedacht, war sie wieder da, die Frage nach dem Sinn des Lebens. Egoismus oder Altruismus? Ein guter Mensch sein, weil Religionen Reinkarnation oder Erlösung versprechen? Nein, es geht um den Sinn des Lebens, nicht um das, was vielleicht danach kommt, es geht um das „Hier“ und das „Jetzt“.

    Der deutsche Philosoph Friedrich Kambertel schrieb: „Das Leben selbst hat einen Eigenwert. Wem es also gelingt, sein Leben um seiner selbst willen zu leben, der erfährt die wahre Lebensfreude. Einen tieferen Sinn gibt es nicht!“ Das klingt fast nihilistisch, aber eigentlich ist es doch ein Aufruf zum „Glücklichsein“, zu einem sanften Egoismus.

    Von Aristippos von Kyrene, dem Begründer des kyreanischen Hedonismus ist überliefert: „Die einzige Antwort der Philosophie auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, die sie ohne Ansehen der Person als erstrebenswert begründen kann, ist der gepflegte Genuss, wobei darauf zu achten sei, über die Lust zu gebieten und ihr nicht zu unterliegen.“ Auch hier wieder ein Aufruf, das Leben zu genießen, aber dem Genuss und der Lust nicht zu unterliegen, dass „Ich“ nicht über andere Menschen und ihre Belange zu stellen. Und damit wären wir schon bei Immanuel Kant, der postulierte: „Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde!“, oder ganz vereinfacht: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg‘ auch keinem Anderen zu.“.

    Sind wir jetzt schlauer? Kaum! Und da hilft uns auch der gerade verstorbene Stephen Hawking nicht, der sagte: „Der Sinn des Lebens ist, was man dafür hält.“. Weitaus mehr kann da Rabindranath Tagore helfen, der sagte: „Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.“ Aber noch viel mehr Sinn finde ich in dem Spruch von Hermann Hesse: „Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben.“

    Und das bringt mich zu meiner Überschrift. Liebe und Hingabe sind die Werkzeuge, um dem Leben einen Sinn zu geben, um Spuren im Leben anderer Menschen zu hinterlassen. Und das sogar weit über unsere eigene Lebensspanne hinaus. Denn ich bin sicher, dass die beiden kleinen Jungs, die unser großer Connor jr. unter seinen Fittichen hat, sich immer an diesen wundervollen Hund erinnern werden, der ihre Kindheit und Jugend begleitet. Und auch Antoine, Alisdair, Barbra, Blossi und Dotty, Cyrano, Caulfield, Debra, Daryl, und Douglas geben Kindern etwas, was noch nachwirken wird, wenn wir schon lange nicht mehr da sind.

    Und so schließt sich der Kreis in einem – zugegebenrmaßen etwas langatmigen – Artikel und ich komme zu dem Schluss:

    „Danke, dass ich das für Euch tun darf. Es gibt meinem Leben Sinn.“

    Salli

  • Unsere kleinen Kooikerhondje-Welpen …

    … haben nun alle eine Familie. Das haben wir Ostern erledigt und hinterher waren auch wir ein klein wenig erledigt, aber das war es wert. So viele glückliche Gesichter.

    Dann musste Tina noch ein paar Tage arbeiten, aber jetzt haben wir es geschafft, zumindest fast. Irgendwann in den nächsten Tagen wird nämlich Blossom of Granny’s Rose (May) auch Welpen bekommen und ich werde zu Jana fahren und Geburtshelfer spielen. Für alle Neuigkeiten dazu, schaut einfach auf Janas Seite. In der Zwischenzeit sind natürlich viele Fotos entstanden und eigentlich wollte ich ja schon lange eine Galerie posten, aber mein Zeitmanagement ist auch nicht das, was es mal war.

    Unseren vier kleinen Rackern geht es prächtig. Earnest, Elwood und Emmett sind alle über zwei Kilo schwer und die Gewichtsunterschiede sind minimal. Nur Edwin liegt mit ca. 250g in Front. Mimi hat immer noch mit einem Harnwegsinfekt zu kämpfen, aber das ist nach all den Strapazen auch kein Wunder. Nachdem sogar einige Sümpfchen in die Wohnung gegangen sind, geht es aber schon wieder aufwärts und wir hoffen, dass bald Ruhe einkehrt.

    Die Milchbar ist zwar noch nicht geschlossen, aber das Säugen tritt langsam in den Hintergrund und unsere Welpis werden langsam Carnivoren, so wie die Natur es vorsieht.

    Nun genießt noch ein wenig dieses super-süße Bild von Earnest und Elwood, habt ein paar schöne Tage und ich melde mich wieder, wenn die kleine Blossom ihre Babies hat und Mama Faye zum zweiten Mal Oma wird. Ja, richtig, zum zweiten Mal! Denn unser süßer Douglas ist inzwischen Papa geworden, aber dazu mehr in Kürze.

    Gehabt Euch wohl,

    Salli