• Wenn ich so zurückschau …

    Ich kann mich noch gut an den November 2008 erinnern. Barack Obama war von den Amerikanern zum Präsidenten gewählt worden. Acht schreckliche Jahre unter George W. Bush waren zu Ende gegangen und viele betrachteten ihn im Nachhinein als einen der schlechtesten Präsidenten überhaupt. Aber in den letzten vier Jahren hätten viele gerne getauscht, hätten sehr gerne Bush zurückgehabt, wären sie doch nur diesen Obertrumpel im weißen Haus los, egal wie.

    Nun haben wir bald 2021 und 2020 war beileibe nicht eines der besten Jahre, die ich erlebt habe. Millionen Menschen sind gestorben, viele davon nicht unausweichlich. Und viele der Toten hätten ohne Covid-19 noch weitaus mehr Zeit auf dieser Welt gehabt als nur ein paar Monate, was uns ja die Corona-Leugner und die ganz besonders forschen Politiker, nicht nur in Brasilien und den USA, verkaufen wollten.

    Ich hoffe so sehr, dass wir nicht irgendwann in den nächsten Jahren sagen werden: “Oh Gott, hätten wir doch nur wieder 2020, das war ja ein Kinderspiel gegen das, was…”. Ich wünsche uns Allen, dass es bald bergauf geht, dass die Impfungen und der Lockdown Wirkung zeigen und dass es möglichst früh warm wird und das Virus so weiter zurückgedrängt wird. Und dann, wenn sich der Sommer dem Ende neigt, haben wir es hoffentlich überstanden und können alle mit ein paar Päckchen weniger auf dem Buckel dem Ende des Jahres 2021 entgegensehen.

    Und das sind dann auch meine ganz bescheidenen Wünsche für das Jahr 2021. Passt bitte alle auf Euch auf, kommt gut und ohne irgendwelche Probleme ins neue Jahr und bleibt gesund!

    Einen guten Rutsch,
    Salli und Tina

  • Alle Jahre wieder

    Es ist Heiligabend. Wieder dröhnt das Bachsche Weihnachtsoratorium aus den Lautsprechern, ein Baum wird geschmückt, Geschenke verpackt und ich (Salli) schreibe einen Weihnachtsartikel. Dieses Jahr fällt es mir ein wenig schwerer in die richtige Stimmung zu kommen. Zu sehr schlägt mir COVID-19 auf den Magen, zu sehr muss ich an all die armen Menschen denken, die um jeden Atemzug kämpfen. Und ich denke an die, die diese Menschen pflegen. Ich denke an all die Schwestern und Pfleger und Ärzte, die in Intensivstationen um das Leben von Menschen kämpfen, ruhig freundlich und nie ungeduldig.

    Heute, an diesem heiligen Abend 2020 möchte ich ihnen danken, diesen Menschen, die sich für uns einsetzen und ich hoffe, dass Ihr alle vernünftig genug seid, Euch an die Verordnungen haltet und nicht noch unverantwortlich das Leben anderer auf’s Spiel setzt. Ich bitte Euch inständig, haltet noch durch, die Impfung kommt und bald werden wir wieder feiern können, uns besuchen, Urlaub machen etc.

    Meine Gedanken sind aber auch in den Pflegeheimen und in den kleinen Wohnungen, bei alten, kranken und einsamen Menschen. Und mir ist auch klar, dass es nicht einfach ist, ihnen zu erklären, warum dieses Jahr so anders ist. Ich habe auch einen Vater gepflegt, sechs Jahre hat er meine Mutter überlebt und ich kann mich gut daran erinnern, wie schwer es manchmal war zu ihm durch zu dringen.

    Und so leben wir praktisch in einer Quadratur des Kreises. Nehmen wir den Alten und Kranken die Einsamkeit, geben wir Ihnen vielleicht Krankheit, Siechtum und Tod.

    Aufösen kann ich diesen Konflikt nicht, nur darauf hoffen, dass es so vielen Menschen wie möglich gelingt, diese Situation mit dem nötigen Augenmaß zu meistern.

    Gottseidank haben wir heute so viele technische Möglichkeiten, um wenigstens Kontakt zu halten und unsere Lieben vielleicht sogar zu sehen. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als es nur das graue Wahlscheibentelefon der Bundespost gab, ferne Städte oft einfach schon nach der Vorwahl besetzt waren und jedes Ferngespräch Unsummen gekostet hat.

    Und so wünsche ich Euch, natürlich auch im Namen meiner wundervollen Frau, auf diesem recht technischen Weg – wie jedes Jahr – ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. Und ich möchte diesen Beitrag mit meinem Lieblingspsalm (91/11) aus der Bibel beschließen:

    Denn der Herr ist deine Zuversicht,
    der Höchste ist deine Zuflucht.
    Es wird dir kein Übel begegnen,
    und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.
    Denn er hat seinen Engeln befohlen,
    dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
    dass sie dich auf den Händen tragen
    und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

    Frohe und gesegnete Weihnachten!
    Salli & Tina

  • Ein Abschied?

    Naja, so was Ähnliches. Aber eines vorweg: Es geht uns gesundheitlich gut! Alle Erkrankungen der letzten Jahre sind ausgeheilt und Corona ist Gottseidank bisher an uns vorbeigeschlittert. Einige Male knapp und leider auch mit Verstorbenen und schweren Nachwirkungen im Bekanntenkreis, aber wir haben uns zu Hause eingegraben und harren der Dinge, die da kommen werden. Unsere Gedanken sind bei denen, die um ihr Leben kämpfen, um jeden Atemzug, ob mit eigener Kraft oder unter Beatmung auf der Intensivstation. Ich weiß, wie sich das anfühlt, mir kommt beim bloßen Gedanken daran das kalte Grausen.

    Aber einen kleinen Abschied gibt es dann doch: Wir sagen “auf Wiedersehen” zur Kooikerzucht. Wir hören auf!

    Natürlich lieben wir immer noch Kooikerhondje. Und ebenso lieben wir alle unsere Welpen. Wir haben so viele nette Menschen über die Jahre kennenlernen dürfen und viele davon sind Freunde geworden, teils sehr enge. Dafür sind wir sehr dankbar. Und schließlich laufen ja drei dieser durchgeknallten Wauzis durch unser Haus und wir sind sehr glücklich mit Ihnen. Dennoch wird unser nächster Hund kein Kooikerhondje sein. Dazu sind uns die Nasen und die Beine zu kurz. Wir vermissen Smilla und Jussie so sehr, dass wir wieder mindestens einen Collie brauchen. Es geht nicht ohne.

    Und dann sind da auch noch andere Gründe, die uns von der weiteren Zucht abhalten. Wir haben uns ganz zu Anfang unserer Überlegungen zur Zucht, irgendwann Anfang 2011 geschworen, dass wir die Zucht von Kooikerhondjes nur so lange machen würden, wie das gesamte Umfeld unseren hohen Ansprüchen genügt. Und da hat sich einiges zum Schlechteren entwickelt.

    Da sind die Interessenten, die einerseits immer aggressiver auf schnelle Antworten und möglichst noch Zusagen beim ersten Telefonat drängen. Da ist andererseits die mangelnde Qualität in der immer noch hohen Bewerberzahl und da ist diese unglaubliche Beliebigkeit in der letztendlichen Verkaufsstelle für den zukünftigen Hund. Wie viele Menschen haben wir hier empfangen, die Stein und Bein geschworen haben, sie würden nur bei uns einen Hund haben wollen, die wir stundenlang mit hunderten Informationen versorgt haben und die dann hinterher ihren Hund bei einem Massenvermehrer in den Niederlanden oder in Deutschland gekauft haben.

    Die größte Unverschämtheit war, als ein Welpenkäufer, der einen ganzen Nachmittag bei uns verbracht und den Hund (weil es eben schneller ging) dann doch beim Vermehrer gekauft hatte, hier anrief und meinte, dass wir weitere detaillierte Informationen zum Barfen

    nebst einem kompletten Futterplan (wie sie von uns jeder Welpenkäufer bekommen hat) doch trotzdem kostenlos herausgeben sollten. Na Danke!

    Aber auch der DCK und seine Züchter entwickeln sich nach unserer Auffassung nicht in die richtige Richtung. Es gibt immer mehr Züchter, aber Öffentlichkeitsarbeit findet praktisch nicht statt. Das Kooikerhondje wird weder realistisch in den Medien dargestellt, noch wird auf die Unterschiede zwischen “guten Züchtern” und Vermehrern hingewiesen. Auch die Qualität der Zucht im DCK lässt nach, die Angebote an guten Züchterseminaren sind gelinde gesagt überschaubar und was bleibt ist eben diese große Beliebigkeit. Alles ist gleich und egal ist es sowieso.

    Nach unserem Rückzug aus der Vereinsarbeit 2014, haben wir versucht mit konstruktiver Kritik zu unterstützen. Aber leider führt Kritik im Vorstand des DCK nicht mehr zum Nachdenken, sondern eher zu seitenlangen Schreiben, in denen versucht wird die Probleme schön zu reden. Ok, dann nicht. Selbst mein (Salli) Austritt aus dem Verein funktioniert scheinbar nicht. Briefe kommen nicht an und Mails werden plötzlich nicht mehr beantwortet. Dazu mag jeder denken, was er will.

    Und der VDH? Nach unserer Meinung ist der VDH schon lange kein Zuchtverband mit Qualitätsansprüchen mehr. Der VDH ist eine Gelddruckmaschine geworden, die sich mit Ausstellungen und Werbung ein nettes Auskommen finanziert. Und wenn das nicht reicht, dann nehmen wir zum Futterhersteller (der Tierversuche macht) eben noch die Pharmaindustrie ins Boot und schreiben immer mehr Impfungen vor, die aufgrund von immunologischen Vorgängen sowieso kaum bis überhaupt nicht beim Welpen wirken oder überhaupt unnötig sind, da man seinen Hund viel besser gegen Leptospirose schützt, wenn man ihn nicht aus Pfützen und Ähnlichem trinken lässt. Das ist für den Hund weniger gefährlich und außerdem billiger. Willkommen liebe Pharma- und Fertigfuttermittelindustrie. Ein Freund sagte mal: “Love it, change it or leave it!” Er ist auch nicht mehr Mitglied im DCK, aus ganz ähnlichen Gründen.

    Also dann: Auf Wiedersehen Kooikerzucht und auf Wiedersehen DCK und VDH. Wir machen uns auf, zu neuen Zielen, neuen Abenteuern und werden mutig dorthin gehen, wo nie zuvor ein Mensch…

    OK, das war geklaut, ich geb’s zu. Wir werden hier trotz allem weiter berichten, über Ziele und Abenteuer, Langnasen und Piepmätze und was sonst noch wichtig ist.

    Die Sallis

  • Ysbrand, der Opa von Dori…

    Schon in dem ersten Beitrag des Jahres habe ich von drei älteren Hunden geschrieben, die von einem Großzüchter aus den Niederlanden stammen und nun in einem Tierheim in Horb leben. Zu ihnen gehört Manusia’s Ysbrand, er ist der Papa von Chester Ysbrand vom Stetteritz und somit Doris Opa. Die anderen beiden sind Manusia’s Spike, Opa von Mimi und sein Enkel, Manusia’s Valko-Sara, ein Cousin von Mimi. Wir haben also ein ganz persönliches Interesse am Schicksal dieser drei Hunde.

    Seit zwei Wochen nun lebt Ysbrand bei dem älteren Paar, dass sich über viele Jahre liebevoll um unseren Olli gekümmert hat. Ysbrand (jetzt Toni genannt) hat somit einen wundervollen Platz gefunden, um ein ruhiges und beschauliches Rentnerdasein zu genießen. Wir freuen uns sehr, dass Opa Ysbrand einen so wundervollen Platz gefunden hat. Er hat diese Liebe und Aufmerksamkeit wirklich verdient.

    Nun drücken wir die Daumen, dass auch unsere anderen beiden Veteranen so ein schönes Zuhause finden und zumindest bei Valko-Sara sieht es so aus. Schon an diesem Wochenende zieht er probehalber zu einer Familie. Unser herzlicher Dank gilt Frau Greiner vom Tierheim “Renate Lang” in Horb. Sie und ihr Team machen einen Wahnsinns-Job.

    Davon konnte sich Tina beim Kennenlernen von Ysbrand ein Bild machen und auch das Herrchen von unserem Earnest besucht das Tierheim regelmäßig und unterstützt hier und da, vor allem auch beim Kraulen der Kooiker.

    Aber jedes Tierheim braucht Geld, um einen wirklich guten Job zu machen. Und aus diesem Grund fordern wir alle unsere Leser auf: Spendet ein paar Euro, die Bankverbindung findet Ihr unter den Bildern. Tut uns diesen Gefallen, tut es aus Zuneigung zu den drei Kooikern, aus Liebe zur Rasse, aus Mitleid und vielleicht auch deswegen, weil es fast sicher ist, dass einer der drei auch in Eurem Kooiker steckt oder in Eurer Zuchtstätte gedeckt hat! TUT ES!

    Und außerdem suchen wir noch eine Familie für den lieben, alten (16 Jahre!) Spike. Auch er hat es verdient, an seinem Lebensende endlich in einer Familie zu leben und Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen. Um mehr über Spike zu erfahren, könnt Ihr Euch selbstverständlich an Frau Greiner wenden. Alles weitere findet Ihr auf der Seite von Spike. Ein paar Bilder von Spike und dem Tierheim findet Ihr unten.

    Danke für Eure Unterstützung!

    Bankverbindung für Spenden:
    Allgemeiner Tierhilfsdienst e.V.
    IBAN: DE23 6039 1310 0616 3250 02
    BIC: GENODES1VBH
    Verwendungszweck: Spende Tierheim Horb
  • Wie läuft’s denn so?

    Gute Frage! Aber wie soll ich sie beantworten? Jedenfalls haben wir kein Corona-Virus. Noch nicht. Und die ganze Bande ist läufig, wenn auch nicht so richtig. Die Vorbereitungen zu dieser Läufigkeit haben ja schon sehr früh begonnen und unsere Mädels ziehen das Ganze tierisch in die Länge. Aber so richtig wird das nichts, das bestätigen auch die Blutwerte.

    Es scheint so, als würde Smilla nicht nur uns fehlen. Sie war der Taktgeber und da sie nicht mehr da ist, tasten sich unsere Drei nun langsam vor und versuchen, wieder einen gemeinsamen Zyklus zu finden. Einerseits ist das natürlich doof, denn wir hätten wirklich sehr gerne ein paar süße knuffelige Welpen an uns gedrückt, bzw. unsere Nasen in deren Fell versenkt. Aber auf der anderen Seite ist es schön und gleichzeitig faszinierend, dass es unseren Süßen so wichtig ist, das gemeinsam zu machen und somit als Rudel für Nachkommen und Brutpflege zu sorgen. Normal ist das nicht, schon gar nicht, da Faye und Mimi ja nicht mal verwandt sind.

    Wie geht es jetzt weiter? Nun, ich denke, dass sich der gemeinsame Zyklus auf 9 – 10 Monate einpendeln wird. Und somit erwarten wir die nächste Läufigkeit unserer Damen im Dezember 2020.

    Ich gehe sicher davon aus, dass es dann wieder eine richtige Läufigkeit werden wird und dass wir unsere kleine (sie wird am 4. März vier Jahre alt) Dori dann decken lassen werden.

    Und nachdem mir Bandscheibenvorfall und Lungenembolie ja so ein klein wenig das Spätjahr 2019 verdorben haben (Haha!), habe ich endlich (es wird Frühling) wieder genug Licht, meine neue Kamera auszuprobieren. Oben steht schon mal ein kleiner Appetizer und für alle Interessierten sei angemerkt, dass ich mich (nach 13 treuen Jahren) von Canon abgewandt habe und nun frohen Herzens mit einer Sony meinem Hobby fröhne und meine Hunde verfolge (Grins!).

    Weitere Vorhaben sind eine neue Großbaustelle, ein Kooiker-Spaziergang, ein klein wenig Urlaub und ein bisschen Tierschutzarbeit. Aber dazu mehr in den kommenden Beiträgen. Bis dahin einen schönen Sonntag, angenehme Frühlingstage und vor allen Dingen Gesundheit und wenig Viren!

    Salli

  • Olli †

    Exit’s Only Oliver v.d. Toetesteijn, unser Olli, kam im Sommer 2011 als Tierschutzfall zu uns, da er in seiner ersten Familie einen Zusammenstoß mit einem kleinen Kind hatte. Olli lebte eine Weile bei uns, kam aber in dem großen Rudel, mit Mimi, Faye, Smilla und Justin nicht gut klar.

    Im Frühjahr 2012 fanden wir ein schönes Zuhause für ihn. Ab diesem Zeitpunkt lebte er bei einem älteren Paar, die mit sehr viel Geduld auf die zahlreichen kleinen Eigenheiten dieses wunderschönen Kooikerrüden eingingen.

    Olli blieb in unserem Eigentum und somit war gesichert, dass er auch im Falle eines Falles ein Zuhause haben würde. Ich ging ja schon im letzten Beitrag darauf ein, wie wichtig es ist, dass unsere Hunde auch im schlimmsten aller Fälle versorgt sind.

    Eigentlich hatten wir Olli als Vater unseres A-Wurfs geplant, aber trotz erfolgter Deckung gab es keine Welpen. Also durfte Olli fortan einfach sein Leben genießen. An dieser Stelle sei seinen Menschen unser tief empfundener Dank ausgesprochen. Ihr habt Euch wundervoll um Euren kleinen Prinzen gekümmert, besser hätte er es nicht treffen können.

    Leider hatte Olli schon im vergangenen Jahr einen Schlaganfall. Er erholte sich zwar gut, aber in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 stellten sich weitere gesundheitliche Probleme ein. Am 17. Januar 2020 gingen seine Menschen den letzten Weg mit ihm. Wir trauern mit Euch, Ihr Lieben. Aber gleichzeitig emfinden wir auch große Genugtuung und sogar Freude, denn er hatte einen guten zweiten Start und Ihr hattet so viel Geduld und Liebe für ihn.

    Mach’s gut Olli!

  • Du fehlst uns so …

    Heute ist Smilla-Tag. Heute vor dreizehn Jahren haben wir diesen kleinen süßen Collie abgeholt, haben Sie Krümel übergeben und damit eine sehr enge Freundschaft begründet und eine große Sympathie dieses außergewöhnlichen Hundes gegenüber mittelgroßen, rot-weißen Hunden, mit schwarzen Fransen an den Ohren angelegt.

    Mir kullern die Tränen und es tut immer noch außerordentlich weh, so sehr vermissen wir unsere Collies und heute Smilla im Besonderen. Aber alle unsere Hunde leben irgendwie weiter. Natürlich in unseren Erinnerungen, aber auch ganz real in denen, die von ihnen geprägt worden sind. Alice hat Krümel geprägt und sie wiederum Smilla. Und genau so ist Smilla auch irgendwie Teil von unseren Kooikern.

    Ich möchte niemals ohne Hunde leben und Tina geht es genauso. Und das Zusammenleben mit mehreren Hunden ist herausfordernd, aber auch wunderschön. Aber natürlich muss man auch dafür sorgen, dass im Falle eines Falles alle Hunde gut versorgt sind. In den Niederlanden ist Weihnachten ein bekannter Züchter, der eine große Anzahl Hunde besaß, verstorben. Unter den Hunden waren auch zahlreiche Veteranen, die z.B. als Deckrüden in vielen unserer Kooikerhondje stecken. Es war nicht einfach für diese Hunde ein vorläufiges Zuhause zu finden, aber Dank Manuela Gerhardt, dem Tierheim Horb und der Unterstützung unserer

    Welpenkäufer, konnten wir dafür sorgen, dass drei Rüden im Alter zwischen neun und sechzehn Jahren bis zur endgültigen Vermittlung ein schönes, großes und modernes Zuhause gefunden haben. Wir werden alles dafür tun, dass es diesen drei Kooikerhondje an nichts mangelt und auch die Tierarztkosten problemlos bezahlt werden können. Ich finde es überaus schön, dass wir für unsere Opas und Uropas sorgen.

    An alle Leser möchte ich an dieser Stelle eine große Bitte richten: Sorgt vor, damit im schlimmsten aller Fälle Eure Hunde versorgt sind. Und wie schnell dieser Fall eintreten kann, habe ich am eigenen Leib gespürt, als mich die Lungenembolie letztes Jahr fast …

    Bevor ich zum Ende komme, möchte ich aber noch ein kurzes Update zum Thema Läufigkeit geben: Es scheint so, dass unsere Damen sich ein paar Tage verspäten. Es wird schon heftig aneinander geschnuppert und es wird auch heftig übereinander markiert. Außerdem putzen sich alle drei schon recht viel. Aber sie lassen sich Zeit in der Vorbereitung, vielleicht auch, weil Smilla nicht mehr da ist.

    In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende, passt auf Euch auf.

  • Happy New Year …

    Liebe Follower, liebe Freunde, Welpenbesitzer und solche, die es einmal werden wollen. Ein Jahr geht zu Ende und wir gehen mit Zuversicht und frohen Mutes in das neue Jahr. Wir wünschen uns Welpen mit unserer süßen Dori und hoffen auf neue Freunde und schöne Erlebnisse.

    Und Euch dort draußen wünschen wir ein frohes, glückliches, gesundes, herzerfrischendes, erfolgreiches und alles in allem gutes neues Jahr 2020.
    Kommt gut rein!
    Salli, Tina, Mimi, Faye und Dori

  • Fröhliche Weihnachten!

    Und wieder einmal ist Weihnachten. Viel ist seit unserem letzten Weihnachtsgruß passiert. Gleich in den ersten Tagen des neuen Jahres mussten wir unseren geliebten Jussie-Bär gehen lassen, der Abschied fiel uns wahnsinnig schwer. Tina hat ihre Chemotherapie gut überstanden und alle nachfolgenden Untersuchungen waren ohne Befund. Von diesem Damokles-Schwert befreit, haben wir uns aufgemacht und etwas für uns getan, haben Sport getrieben, sind gewandert und hatten Spaß mit unseren Mäusen.

    Die Vorfreude in uns war groß, als sich der Sommer dem Ende neigte. Langsam aber sicher kam unser viertes Granny’s Rose Welpentreffen immer näher. Leider bekam ich Ende August einen zweiten Bandscheibenvorfall. Gottseidank waren die Schmerzen nicht so schlimm wie beim letzten Mal, aber es reichte und außerdem wollte mein rechtes Bein auch nicht ganz hundertprozentig. So ein Mist!

    Trotz allem fuhren wir  frohen Mutes in den Harz und schon bald rückten unsere ersten Welpen samt ihren wundervollen Menschen an, was für eine Freude, auch wenn mir ein Infekt ein wenig den Atem nahm. Aber das Welpentreffen war ein voller Erfolg, auch wenn das Wetter nicht so ganz mitspielte. Wir hatten wunderschöne und leicht verregnete Spaziergänge, lustige Abendessen beim Italiener und natürlich eine richtig dicke Fete zum Abschluss. Das war ein Spaß!

    Was wir nicht ahnten war, dass sich hinter den Schmerzen im rechten Bein und den Atemproblemen etwas wirklich Gefährliches verbarg. Drei Wochen nach unserem Welpentreffen bekam ich im Krankenhaus die erschreckende Diagnose: fulminante, beidseitige Lungenembolie.

    Heute, zwei Monate später wird erst klar, welches Glück ich wirklich hatte. Es geht mir wieder richtig gut und nichts wird zurückbleiben. Aber noch während ich im Krankenhaus war, mussten wir unsere geliebte Smilla gehen lassen. Wir haben drei wundervolle Kooikerhondje, aber unsere Langnasen fehlen uns doch sehr. Doch unsere Mäuse verbreiten fast täglich gute Laune und so langsam aber sicher werden die Anzeichen immer deutlicher: Die Läufigkeiten nahen und wir freuen uns auf unseren ersten Wurf mit Dori.

    Und so schauen wir an diesem Weihnachtsfest nach vorne. So sehr uns die fehlen, die nicht mehr da sind, so schmerzhaft wie manche Tage waren und so gruselig eine Woche Intensivstation auch war: Wir lassen uns nicht unterkriegen und wir freuen uns täglich über unsere Kooikermädchen und sind glücklich, dass bei uns bisher alles gut ausgegangen ist.

    Und so wünschen wir Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest. Wir wünschen Euch Kraft in schweren Zeiten und Demut in guten, wünschen Euch Liebe zu Zwei- und Vierbeinern, wünschen Euch Frieden und Zufriedenheit, Glück und Gesundheit. Möge der Herr über Euch wachen und Eure Schritte lenken.

    Fröhliche Weihnachten!

  • Hoffentlich gibt es im Himmel schwarz-gelbe Bälle

    Am Samstag den 2. November mussten wir Smilla gehen lassen. Smilla litt schon seit einiger Zeit an einer Lungen-Fibrose und ihr Herz wurde auch immer schwächer. Wir wussten seit Dezember 2018, dass wir Abschied nehmen müssen. Jeder Tag war ein Geschenk und wir haben noch viele Gescchenke bekommen.

    Nun ist sie nicht mehr da. Die Lücke, die sie hinterlässt ist riesengroß und unsere Herzen fühlen sich irgendwie wund an. Smilla war ein ganz besonderer Hund. Sie musste nicht erzogen werden, man hat ihr einfach nur gesagt was man möchte und sie hat es gemacht. Nur manchmal hat sie ihren Kopf durchgesetzt, immer dann, wenn sie der Meinung war, uns oder eines “ihrer” Hondje beschützen zu müssen.

    Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als wir sie in der Nähe von Minden abholten. Kaum zu Hause angekommen begann bei Krümel und ihr das große Wedeln. Man mochte sich von Anfang an und dann ging es raus in den Garten und Smilla kam, wenn man sie rief, setzte sich, wenn man es ihr sagte und machte tausend wundervolle Dinge, die uns überzeugten: dies ist ein ganz besonderer Hund.

    Abends dann kullerte ich einen Ball durchs Wohnzimmer und Smilla fand das sehr spaßig. Sie lief hinterher, schaute mich an, schaute wieder den Ball an und schwups hatte sie ihn in der Schnute und brachte ihn mir. So war sie, praktisch veranlagt und sehr zielgerichtet.

    Aber Smilla konnte auch anders. Einmal – Smilla war noch kein halbes Jahr alt – begegnete sie einer Pittbull-Hündin, die schon einige Hunde in der Nachbarschaft übel gebissen hatte. Die Hündin kam unangeleint um eine Ecke geschossen und ich hatte Mühe Krümel zu bändigen. Smilla aber reagierte überhaupt nicht auf den Rückruf, blieb stehen, stellte einen riesigen Kamm auf und starrte den anderen Hund an. Und dann, ganz langsam, drehte sich der andere Hund weg und begann den Rückzug.

    Smilla entwickelte sich hier sehr schnell zum Chef und alle anderen genossen das richtig. Justin war eh nicht zum Führer geboren und Krümel wurde langsam älter und war froh diese Last los zu sein. Und so vergingen die Jahre und Smilla war Teil unseres Lebens, war Mittelpunkt unseres kleinen Rudels, liebte die Welpen und herzte sie und gab unseren Kooikern Sicherheit und Führung. Sie selbst fand ihre Befriedigung im Ball spielen. Am liebsten war es Ihr, wenn sie nach dem Ball springen konnte, egal wie hoch egal wie weit. Das konnte sie stundenlang machen, am liebsten mit ihrem schwarz-gelben Neoprenball. Und wer von uns einen Welpen wollte, musste natürlich herhalten und mit ihr spielen, ob groß oder klein, ob Mann oder Frau.

    Nun ist Smilla nicht mehr da. Und sollte ich ein Epitaph, eine Grabinschrift verfassen, so würde sie lauten:

    Hoffentlich gibt es im Himmel schwarz-gelbe Bälle