• 3 Mädels und ein Bärchi, Tag 4

    Tag vier unsere Experiments, den süßen Emmett wieder an uns und unsere drei Mädels zu gewöhnen. Und so langsam ergibt sich ein lustiges Bild. Faye hat Interesse an Emmett, ich glaube sogar sie mag ihn ganz gerne. Und während Emmetts Mutter das ganze mit völligem Desinteresse beobachtet, geht Fayes Tochter Dori das ganze mächtig gegen den Strich: “Der Kerl ist doch viel jünger als Du! Und was ist das überhaupt für ein Typ? Den haben ja sogar seine Menschen einfach rausgeschmissen… “.

    Zeit, ein paar Fakten aufzuarbeiten:

    1. Wenn sich Deine Mutter für einen Kerl interessiert, ist das ihre Sache!
    2. Das ist dein Halbbruder und bevor Du auf dumme Gedanken kommst, VÄTERLICHERSEITS!
    3. Dass er nicht in seiner Familie bleiben konnte, bedeutet weder, dass er, noch dass seine Familie irgendwie “schlecht” sind!
    4. Er hat eine gewisse Halbschwester, die auch ganz schön herausfordernd (liebenswürdig ausgedrückt) sein kann. Ihre Familie hatte allerdings Hundererfahrung als selbige Halbschwester auftauchte (GRINS) und hat sich von abgerissener Tapete nebst Fußleisten oder herausgebissenen Teppichstücken nicht beeindrucken lassen. Und auch das ewige Rumgeknurre anderen Hunden (Rudelmitglieder, Halb- oder Vollgeschwister, etc.) gegenüber wird einfach ignoriert, da diese überaus liebreizende Halbschwester ja trotz allem meistens friedlich ist, DU KNALLTÜTE!

    So, Dori hat das gerade gelesen und ist jetzt beleidigt, verstehe ich gar nicht, habe doch mit keinem Buchstaben angedeutet, welche Halbschwester ich meine?!?!

    Aber Spaß beiseite. Hier ist alles ruhig, ja fast langweilig. Wir (außer vielleicht Dori) versuchen aber auch mit Absicht den Stresslevel so niedrig wie möglich zu halten. Allerdings malt sich meine Frau immer mal wieder die gruseligsten Sachen aus, Beißereien, Blut und andere bekloppte Ideen. Nun gut, sie ist ja schon zweimal ziemlich heftig gebissen worden, als Kind ins Gesicht und vor etwa zehn Jahren in die andere Seite.

    Allerdings gebe ich auch zu, dass ich dem, was passieren KÖNNTE, relativ wenig Beachtung schenke. Schon mein Vater fand meine Einstellung in diesem Punkt recht respektlos gegenüber dem Schicksal und allen seinen Fallen und Gruben. Er sagte dann immer: “Du weißt ja nicht…”. Ging mir das früher mächtig auf den – na Sie wissen schon, würde ich ihn heute anlächeln und antworten: “Richtig, man weiß nie, deshalb mache ich mir ja keine Sorgen.”

    Und ich glaube, das ist es, was Emmett (und andere) wirklich braucht. Selbstvertrauen, Ruhe und Souveränität. Bekommt er das nicht, meint er selber die Führung übernehmen zu müssen. Und da ein Kooikerrüde, gut 40cm groß, einfach keine Souveränität hat (60cm hohe Colliedamen haben so etwas weit eher, sagt meine eigene Erfahrung), versucht er das durch Lautstärke und vordergründig aggressives Verhalten auszugleichen.

    Update, 16:30 Uhr:
    Emmett hat gerade Faye und Mimi gefressen…

    Nein, Quatsch! Emmett wurde eben im Garten recht freudlich von Dori beschnuffelt. Und plötzlich wurde aus dem verschüchterten Jungen, der am liebsten auf der Terrasse oder am Zaun zum Welpengarten stand so etwas wie ein Rudelmitglied (auf Probe sagt Dori im Hintergrund!).

    Als dann unsere Mädels reingegangen waren, wollte er noch draußen bleiben und als ich ihn holen wollte, bekam er einen Wetzanfall von locker 5 Minuten. Na, da musste wohl einiges an Spannung abgebaut werden. Jetzt liegt er glücklich und halb schlafend in der Küche (wo sonst, ist ja ein Kooiker).

    Salli

    PS: Es gibt jetzt eine eigene Seite für ihn